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Das ökologische Gewissen

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das es großen Spaß macht ein Elektroauto zu fahren. Aber würde ich mir gleich eins kaufen? 1.000.000 Elektroautos will die Bundeskanzlerin 2020 auf deutschen Straßen fahren sehen. 2011 waren es ernüchternde 2.307 Elektroautos. Am 1. Januar 2013 waren es dann schon 7.114 Elektroautos. Bei diesem Wachstum wird’s schwer. Auch wenn man die Hybridfahrzeuge mit dazurechnet, wird die Zahl nur wenig rosiger. 2011 waren 37.256 Fahrzeuge mit einem Hybridantrieb in Deutschland zugelassen. 2013 waren es 64.995.  Zusammen kommen Elektroantrieb und Hybrid also Anfang 2013 auf rund 72.000 Fahrzeuge.  Im Januar wird es neue Zahlen dazu vom Kraftfahrt-Bundesamt geben. Mit einem exorbitanten Anstieg bei den Neuzulassungen für Elektro und Hybrid rechne ich nicht. Wohl aber mit einem deutlichen Anstieg. Wie es sich mit einem Elektroauto fährt, kannst du hier nachlesen.

Und überhaupt. Ein ökologisches Bewusstsein kann sich doch auch durch andere Maßnahmen, als dem Kauf einen Elektroautos oder eines Hybrids, manifestieren. Was ist mit dem Strom, den ich jeden Tag verbrauche? Ist Ökostrom eigentlich so teuer? Und, wenn ja, warum? Kann ich die Weihnachtsbesuche bei den Verwandten mit dem Zug erledigen? Sollte ich vielleicht mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Oder mit Bus und Bahn? Was ist mit Carsharing? Ist das mittlerweile eine Alternative zum eigenen Auto? Und wusstest Du, dass es in Deutschland schon über 1 Million E-Bikes gibt? Hast du dir noch nie diese Fragen gestellt? Dann wird’s Zeit.

Mehr Zug fahren

Für das kommende Jahr, habe ich mir eine Bahncard beschafft. Die fahren mit Ökostrom. Auch, wenn die Bahn ab dem kommenden Jahr auf Rabatte bei der EEG-Umlage verzichten will und deswegen wahrscheinlich die Ticketpreise erhöhen wird. Das würden sie doch sowieso. Wenn nicht deswegen, dann aus einem anderen Grund, der wahnsinnig plausibel und absolut unvermeidlich und daher unausweichlich für die Deutsche Bahn ist. -zum Beispiel immer schön regelmäßig zum Fahrplanwechsel. Aber ich will mich nicht schon wieder aufregen. Ich will ja ökologisch bewusst mobil sein.

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Auch möchte ich die Sache mit dem Carsharing näher beleuchten. Anbieter gibt es zumindest hier in Berlin genug. Die Preise klingen ganz in Ordnung und die Vertriebsbereiche haben mittlerweile auch die Randbezirke der Stadt erreicht. Das wird sicher eine spannende Sache werden. Neben den Platzhirschen Car2Go und DriveNow klingt auch Multicity von Citroen mit seinen rein elektrischen Fahrzeugen zumindest für die Innenstadt wirklich viel versprechend. Flinkster, das Carsharing-Pendant von der Bahn wäre auch einen Test wert.

Auch wenn mein ökologisches Gewissen aufschreit, würde ich im kommenden Jahr auch gern wieder ein Motorsport-Event besuchen. Das DTM-Finale 2013 war einfach großartig. Da kann ich ja vielleicht mit dem Zug hinfahren. Dann ist das Gewissen auch wieder etwas beruhigt.

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