Elektromobilität / Technik

Elektroauto fahren im Winter – oder wie weit komme ich wirklich?

Spätestens seit diesem Wochenende müssen wir uns damit anfreunden, dass der Winter vor der Tür steht. Der erste Schnee, arktische Temperaturen und zugefrorene Autoscheiben am Morgen. Was macht man jetzt als Besitzer eines Elektroautos?!Wie verhält es sich mit der Batterieladung im Winter und muss man auf die lieb gewonnenen Standards, wie Sitzheizung oder Standheizung verzichten? und die wohl wichtigste Frage für jeden Besitzer eines Elektroautos: Was ist mit der Reichweite?

Winter und Batterien funktioniert in etwa, wie Feuer und Wasser. Die beiden mögen sich einfach nicht so richtig. Was man einer Batterie im Sommer noch nicht anmerkt, wird an den ersten richtig kalten Tagen des Jahres umso deutlicher. Sie lässt den Anlasser nur noch müde zucken und man muss schmerzlich einsehen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, um sich von dieser Batterie zu trennen. Elektroautos haben ja keine kleine Batterie, sondern im Vergleich ziemlich mächtige Akkus. Das Problem bleibt aber das selbe. Die Kälte entzieht den Akkus sehr viel Ladekapazität und darum singt die mögliche Reichweite erheblich. Des Weiteren hat niemand Lust in einem Auto zu sitzen und die Heizung nicht zu benutzen. Die Heizung im Wagen frisst regelrecht die Kapazität der Batterie auf. Ein herkömmliches Auto mit Verbrennungsmotor produziert so viel Wärmeverluste, dass das bisschen Heizung da kaum auffällt.

Reichweitenverluste von 50 Prozent müssen einkalkuliert werden, um noch sicher am Zielort anzukommen. Wenn es im Sommer bei angenehmen 25 Grad kein Problem war eine Reise von Berlin nach Leipzig rein elektrisch zu unternehmen, so wird es bereits bei wenigen Minusgraden zu einer Fahrt bei der bereits nach 84 Kilometern alle Reserven verbraucht sind. Das fand der TÜV-Süd mit seinem eigens entwickelten Test für Elektroautos heraus. Getestet wurde der Smart fortwo ED.

Wie kann man dem Garaus der Akkus im Winter Herr werden? Wer sein Elektroauto auch elektrisch beheizt, muss erhebliche Reichweitenreduzierungen in Kauf nehmen. Alternativ kann man sich eine klassische Standheizung einbauen. Damit kommt man dann zwar weiter, aber man fährt nicht mehr emissionsfrei. Bevor man allerdings im Auto friert und im schlimmsten Fall sein Ziel nicht erreicht, plädiere ich klar für eine Benzin- oder Dieselzusatzheizung. Damit muss man dann nur noch etwa zwanzig Prozent Reichweitenverlust einplanen.

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