Automobil News / Mobilität

Petition fordert deutlich höhere Geldbußen für Falschparker

Deutschland, das ist ist Autofahreland. Blöd nur, wenn nicht rund um die Uhr gefahren werden kann, sondern irgendwann auch mal geparkt werden muss. Dann treffen Welten, Ansichten und Verkehrsteilnehmer aufeinander. Dass es dabei nicht immer entspannt zugeht und falsches Verhalten nicht wirklich geahndet wird , zeigt eine Forderung für drastische Erhöhungen der Bußgelder für Falschparken, damit mehr Rücksicht im Straßenverkehr Einzug hält. 

Eine Online-Petition fordert eine deutliche Erhöhung der Geldstrafen für Falschparker. Bis zu 130 Euro sollen laut Forderung für Falschparker fällig werden. Hier der Auszug der Forderung:

Korrigieren Sie Ihren Bußgeld-Katalog, Herr Dobrindt, damit rücksichtsvolles Verhalten, Sicherheit und umweltfreundliche Mobilität im Straßenverkehr zum Maß der Dinge werden. Machen Sie das Zuparken teurer!

Heben Sie die Bußgelder für Zuparken auf EU-Niveau an. Deutschland ist Schlusslicht und liegt 75% unter dem Durchschnitt. Kein anderes Land lädt mehr zu Rücksichtslosigkeit ein!

Nutzen Sie die Gelegenheit: Machen Sie nicht nur Schwarzfahren, sondern nun auch Zuparken teurer: 80 Euro für das Parken auf Rad- und Gehwegen, 100 Euro für Zweite-Reihe-Parken und 130 Euro für Falschparken auf dem Behindertenparkplatz.

Führen Sie einen Punkt für notorische Zuparker im Fahreignungsregister in Flensburg ein, denn Zuparken gefährdet und behindert andere und darf kein Kavaliersdelikt bleiben.

Begründet wird die Petition, die von Heinrich Stößenreuther ins Leben gerufen wurde, der schon an der App „Wegeheld“ fleißig mitgewirkt hat, durch ein besseres Miteinander im Straßenverkehr, das dadurch entstehen würde, wenn jeder mehr Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer nimmt aber auch durch relativ geringe Strafen für Falschparker in Deutschland im Vergleich zum Rest der EU.

Wenige schaden dem Wohl vieler

Im täglichen Stadtleben sieht man sie ständig, die Zweite-Reihe-Parker, die Busspuren-Zusteller und Auf-Radwegen-Parker. Sie gefährden durch ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer. Meist sind es die Schwächeren, also Radfahrer und Fußgänger die dadurch besonders gefährdet werden.

In der Großstadt mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, erfordert nicht nur die Fähigkeit ein Fahrrad sicher zu führen, es gehört auch eine ganze Menge Mut dazu. Zugestellte Radwege und Zweite-Reihe-Parker machen es nur noch unübersichtlicher und gefährlicher. Ich selbst bin leidenschaftlicher Autofahrer, fahre aber auch sehr gern mit dem Rad. Ich nehme gern Rücksicht, warte beim Abbiegen auch gern etwas länger, damit der geradeaus fahrende Radfahrer sicher die Kreuzung überqueren kann. Fahre ich mit dem Rad, hoffe ich auf ebenfalls so rücksichtsvolle Autofahrer, die mich im Seiten- oder Rückspiegel sehen und dann warten. Dass ich nicht darauf vertrauen kann, weiß ich. In der Fahrschule lernte ich vom Fahrlehrer bei der Motorradprüfung, dass ich stets für für alle anderen auf der Straße mitdenken müsse. Und dieser Spruch gilt auch besonders für jeden Radfahrer.

Mehr Verständnis für die Situation des jeweils anderen und dazu noch etwas Rücksicht würden den Straßenverkehr deutlich sicherer und übersichtlicher machen. Darum bin ich für die Forderung der Petition. Sie kann die Leute nicht zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr zwingen und es wird immer einige Unbelehrbare geben, doch trifft man im Autofahrerland Deutschland meist nur auf Gehör, wenn es teuer wird.

Wer die Petition ebenfalls unterstützen möchte findet den Link hier: Und dann teilt es mit euren Freunden und Bekannten.

https://www.openpetition.de/petition/online/machen-sie-das-zuparken-teurer-herr-verkehrsminister

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